32. Queergestreift Filmfestival

15. – 27. März 2019

Ihr dürft euch auf eine Vielfalt von spannenden, lustigen, herzzerreißenden und experimentellen Filmen im Zebra Kino in Konstanz freuen! Und dazu jede Menge gute Diskussionen, fabelhafte Laune und Tanz in unserem Rahmenprogramm!
Unser Programmheft für 2019 könnt ihr euch auch hier herunterladen. als PDF Dokument
Infos über die bisherigen Filmbestätigungen und aktuelle Änderungen oder Ergänzungen findet ihr auch auf unserer Facebook-Seite.
Wir freuen uns auf euer Kommen!

Zeitplan

Freitag, 15. März 2019 – Opening Night
19:00 Uhr: Can you ever forgive me?
21:30 Uhr: Studio 54 – The Documentarymit Opening Party im Kulturladen

Samstag, 16. März 2019
16:00 Uhr: Zen in The Ice Rift – Zen sul Ghiaccio Sottile
18:00 Uhr: Julian Mars: Lass uns von hier verschwindenLesung
19:45 Uhr: Mapplethorpe
22:00 Uhr: The Wild Boys – Les Garçons Sauvages

Sonntag, 17. März 2019
15:00 Uhr: Dykes, Camera, Action!
16:30 Uhr: Die Erbinnen – Las Herederas
18:30 Uhr: Hide and Seek – Chuppan Chupai (2013) – mit Regiegespräch
21:00 Uhr: 1985

Montag, 18. März 2019
19:00 Uhr: L’Animalemit Regiegespräch
21:30 Uhr: Mapplethorpe

Dienstag, 19. März 2019
18:30 Uhr: Genderblend – Genderbende
20:00 Uhr: Greta
22:00 Uhr: 1985

Mittwoch, 20. März 2019
18:30 Uhr: Russian BoyLesung
20:00 Uhr: The Miseducation of Cameron Post
22:00 Uhr: White Rabbit

Donnerstag, 21. März 2019
19:00 Uhr: Anchor and Hope
21:15 Uhr: Birds of the Borderlands mit Regiegespräch

Freitag, 22. März 2019
18:30 Uhr: Anders als die Andern (1919) – mit Einführung
20:00 Uhr: Der Boden unter den Füßen
22:15 Uhr: White Rabbit

Samstag, 23. März 2019
16:00 Uhr: Greta
18:00 Uhr: Riot
20:15 Uhr: The Miseducation of Cameron Post
22:15 Uhr: Let’s watch Sex: Queerfeministisches Pornokino mit Regiegespräch und Diskussion

Sonntag, 24. März 2019
11:00 Uhr: Anchor and Hope – Matinee mit Frühstück
16:00 Uhr: Luftmit Regiegespräch
18:30 Uhr: Sascha Rijkeboer Lesung
20:30 Uhr: Konsequenzen – Posledice

Montag, 25. März 2019
19:00 Uhr: Kill the Monsters mit Regiegespräch
21:15 Uhr: Queer Shorts

Dienstag, 26. März 2019
18:30 Uhr: Obscuro Barroco – mit Einführung
20:00 Uhr: Zen in The Ice Rift – Zen sul Ghiaccio Sottile
22:00 Uhr: Konsequenzen – Posledice

Mittwoch, 27. März 2019 – Closing Night
19:00 Uhr: Giant little Ones
21:00 Uhr: Rafiki mit Closing Party in der Kantine

Can you ever forgive me?

Die wahre Geschichte der lesbischen Prominenten-Biographin Lee Israel, die sich, nachdem ihre Werke nicht mehr veröffentlicht werden, zusammen mit ihrem schwulen Freund Jack Hock an das Klauen, Fälschen und Verkaufen von Schriftstücken macht.

Rafiki

Regisseurin Wanuri Kahiu schafft einen Meilenstein in der schwer zu klassifizierenden afrikanischen Filmwelt. Auffällig bunt, poppig und modern zeigt sie Kenia auf dem Weg der progressiven Entwicklungen gegen den von Kirche und Staat auferlegten gesellschaftlichen Druck.

Mapplethorpe

Porträt von Leben und Werk des US-amerikanischen Fotografen Robert Mapplethorpe, der im Chelsea Hotel seine erste Polaroid-Kamera in der Hand hält und ohne Geld, jedoch mit viel Vertrauen in sich selbst und einer Vision, versucht, in der New Yorker Kunstszene Fuß zu fassen.

Giant little Ones

Das Coming-of-Age-Drama von Regisseur Keith Behrman greift erstaunlich charmant und sensibel das Finden der sexuellen Orientierung während des Erwachsenwerdens auf und thematisiert Freundschaft, Liebe, Elternschaft und zwischenmenschliche Beziehungen.

Der Boden unter den Füßen

Regisseurin Marie Kreutzer hat ein atmosphärisch dichtes Psychodrama generiert, wobei die zwei unterschiedlichen Welten der Schwestern schonungslos aufeinander prallen und von den Schauspieler*innen beeindruckend umgesetzt werden.

1985

Die stimmungsgeladenen Schwarz-Weiß-Bilder leben von dem langsamen Handlungsverlauf, der die Figuren subtil und mit Gefühl entfalten lässt. Die starke Kontrastierung von Licht und Dunkelheit und das Spiel mit der Beleuchtung tragen neben dem Drehbuch meisterhaft dazu bei, bestehenden Archetypen Pluralität und Tiefe zu verleihen.

Anchor and Hope

Mit diesem Film versucht Carlos Marques-Marcet krankhaft-süßer Romantik aus dem Weg zu gehen, denn er wirft nicht nur die Frage auf, wie Familienkonstellationen heute aussehen können, sondern auch, wie kompliziert Entscheidungen sein können, wenn zwei oder mehr Personen beteiligt sind.

Birds of the Borderlands

Der polarisierende Dokumentarfilm gibt der arabischen Queergemeinschaft eine Stimme und trägt ihre Geschichten in die Welt hinaus in der Hoffnung auf eine tolerante Zukunft des Nahen Osten, der jedem Menschen Individualität und eine freie sexuelle Orientierung zugestehen kann.

Die Erbinnen – Las Herederas

Das ruhig erzählte Drama besticht durch ein starkes Frauenensemble und verzaubert mit einer dichten Atmosphäre im Stil des magischen Realismus. Wie eine verwelkte Nelke, die auf wundersame Weise erneut aufblüht, interpretiert Ana Brun die verletzliche Chela.

Dykes, Camera, Action!

Caroline Berler zeigt in diesem Dokumentarfilm lesbische Repräsentation in der Filmindustrie und porträtiert das queere Frauenkino von den 1970ern bis heute. Sie nimmt sich dabei unter anderem den Frameline-Preisträgerinnen Barbara Hammer, Rose Troche, sowie Desiree Akhavan an.

Greta

Armando Praças Debütfilm GRETA feierte auf der Berlinale dieses Jahr Weltpremiere und blickt auf verschiedene marginalisierte Gruppen der Gesellschaft: Alte, trans- und homosexuelle sowie kriminelle Menschen.

Kill the Monsters

Ryan Lonergan verpackt nicht nur die amerikanische Geschichte allegorisch geschickt, sondern zeigt auch die Eigenheiten von zwischenmenschlichen Beziehungen. Im Fokus steht die Dynamik einer polyamourösen Beziehung, die der Regisseur mit der modernen Demokratie vergleicht.

Konsequenzen – Posledice

Untermalt mit slowenischen und serbischen Trap- und Hip-Hop Sounds macht das Coming-of-Age-Drama Homofeindlichkeit und sozialen Druck sichtbar, eingebettet in grundlegende Probleme des Rechts- und Sozialsystems der slowenischen Gesellschaft.

L’Animale

Durch seine gefühlvolle Bildlichkeit schafft es L’Animale exemplarisch die Welt der Fassade und Lügen aufzuzeigen, in der das Konstrukt des kleinbürgerlichen Kosmos dieses Coming-of-Age-Dramas verortet ist.

Luft

Die langsame Entwicklung einer Geschichte von zarter Verliebtheit und großer romantischer Bilder zu einer tieferen Ebene des Dramas, die unendliche Trauer und eine sich zuspitzende Todessehnsucht behandelt.

Obscuro Barroco

Ein filmisches Feuerwerk, das sofort in seinen Bann zieht: Mit nie gesehenen Aufnahmen lenkt das Werk den Blick hinter die Kulissen des künstlichen Tropenparadieses und thematisiert dabei ungeschminkt, verträumt und bittersüß Körperlichkeit und die Rolle von Gender in der brasilianischen Gesellschaft.

Riot

Durch die überzeugenden schauspielerischen Leistungen erhalten wir Einblick in die zum Teil intimen, ergreifenden Ereignisse eines Schlüsselmoments der Schwulen- und Lesbenrechtsbewegung der 70er Jahre und ihrer Protagonist*innen.

The Wild Boys – Les Garçons Sauvages

Bertrand Mandicos erster Langfilm verwandelt die Entdeckung der eigenen geschlechtlichen Identität in einen tropischen Fiebertraum aus überbordenden Bildern. Die Zuschauer werden mitgerissen in einen halluzinogenen Rausch, an dessen Ende sie nicht mehr wissen, wo Oben und Unten ist.

White Rabbit

Auf komische, aufrichtige und herzzerreißende Art und Weise wird die verrückt-gefühlvolle Freundschaft zweier Frauen porträtiert, und unterhält mit Witz, Offenherzigkeit, Charakter, vielfältigen Persönlichkeiten und Performances.

Anders als die Andern (1919)

Der weltweit erste Film mit einem explizit homosexuellen Inhalt. Langfristig wurde der Film daher zu einem Symbol der homosexuellen Gemeinschaft und Spiegelbild der gesellschaftlichen Verhältnisse in der Frühphase der Weimarer Republik.

Queer Shorts

Kurz ist das neue Lang! Warum eine vielschichtige Storyline wie einen ausgekauten Kaugummi auf 120+ Minuten langziehen, wenn du ihn auch in 5 Minuten wechseln kannst? Unsere Kurzfilme sind so geschmackvoll, dass sie auch in kürzester Zeit spannende, humorvolle bewegende Geschichten erzählen können. In der Kürze liegt die Würze!

Russian Boy (Lesung)

In dem 2018 in Oldenburg uraufgeführten Stück lernen sich zwei Männer in Moskau kennen und lieben – ein angehender Schauspieler und ein verheirateter Friseur. Es ist eine Darstellung der gegenwärtigen gesellschaftlich vorherrschenden Strukturen in Bezug auf Homosexualität in Russland.

Sascha Rijkeboer (Lesung)

Sascha identifiziert sich als non-binär und kämpft um Anerkennung. Sascha liest vor allem autobiographische Texte, die sich mit Fragen zu Sinn, Sein und Sollen auseinandersetzen. Dabei sind die Themen Trans und Feminismus von zentraler Bedeutung.