Straight Up

Europapremiere
Samstag, 26. September 2020 – 20:00 Uhr
Englische Originalversion

Weil ihm das Dating-Glück in der großstädtischen Männerwelt bisher nicht hold war und er nicht alleine sterben will, hat der eloquente, Phobien-behaftete, etwas zwanghafte Todd einen brillanten Einfall: Vielleicht ist er gar nicht so schwul wie er bisher dachte und hat einfach noch nicht die richtige Frau gefunden! Und statistisch gesehen ist das auch viel einfacher! Also macht er sich trotz des Protests seitens seiner besten Freunde im großen Los Angeles auf die Suche nach einem neuen Platz weiter unten auf der Kinsey-Skala.

Dabei trifft er die geistreiche, wenn auch erfolglose Schauspielerin Rory (Katie Findlay), die ihre ganz eigenen Unsicherheiten und Vergangenheits-Traumata mitbringt. Über konventionelle Definitionen von Beziehung und Sexualität hinaus kommen die beiden als intellektuelle Seelenverwandte zusammen. In einer Sache sind sie sich dabei besonders einig, nämlich das Sex selbst gar nicht so wichtig ist, wie er immer gemacht wird.

James Sweeney stellt in dieser nicht ganz klassischen RomCom sowohl als Autor und Regisseur, als auch als Hauptdarsteller, die Frage wo eigentlich die Grenzen zwischen Freundschaft und romantischer Beziehung liegen und wie wichtig überhaupt Körperlichkeit für letztere ist. In frischen, blitzschnell geschossenen Dialogen lässt er die beiden Hauptcharaktere wild aufeinander prallen, verliert dabei aber nie die Ängste und Probleme aus den Augen, die sie von vornherein so sympathisch gemacht haben.

Laura Geißler

USA 2019

95 Minuten

Regie: James Sweeney

Drehbuch: James Sweeney

Kamera: Greg Cotten

Musik: Logan Nelson

Produktion: David Carrico, Ross Putman, James Sweeney

Mit: Katie Findlay, James Sweeney, Betsy Brandt, James Scully

James Sweeney

James Sweeney

James Sweeney ist ein Schuspieler, Produzent, Drebuchautor und Filmemacher. Seit 2010 hat er sieben Kurzfilme gedreht (u.a. Before Midnight Cowboy, #BadNewsBiebs und The First) . 2019 erschienen mit Bushwick Beats eine Kolleboration mit fünf weiteren Regisseuren und mit Straight Up sein persönliches Spielfilm Debüt welches seine Premiere beim Outfest L.A. feierte und herausragende Kritiken erhielt. Ein Werk welches sich hauptsächlich durch eine klevere Crowdfunding Plattform produzieren lies.