US 2013; Regie: Anna Margarita Albelo; u.a. mit: Anna Margarita Albelo, Guinevere Turner, Janina Gavankar; 86 min.; OmU; FSK ab 12

Anna ist frustriert: ihre Karriere als Regisseurin hat bislang ebenso wenig Früchte getragen wie ihre zahlreichen gescheiterten Beziehungen. Ihren vierzigsten Geburtstag feiert sie wenig glamourös in einem Vaginakostüm. Für ihr neues Lebensjahr hat sie große Pläne. Denn über Wasser halten kann sie sich bislang nur durch die Unterstützung ihrer Mutter und die mietfreie Garage einer Freundin, in der sie ihr einsames Dasein fristet. Von Torschlusspanik ergriffen, will sie unbedingt ein Filmprojekt in Angriff nehmen. Es soll ihr den bisher verwehrt gebliebenen Erfolg bescheren und gleichzeitig am besten auch ihr verkorkstes Liebesleben retten.

Ihre Idee: Eine Verfilmung der Geschichte aus „Wer hat Angst vor Virginia Woolf?“, ausschließlich realisiert mit weiblichen Protagonistinnen. Die Inspiration für das Projekt findet sie in ihrer Muse Katia, der sie hoffnungslos verfällt. Das Projekt dreht sich immer mehr nur darum, deren Zuneigung zu erlangen. Dabei verrennt sie sich so sehr, dass sie blind ist für die Liebe, die längst vor ihr liegt. Mit dem Ende des Filmprojektes liegt erneut ein einziger Scherbenhaufen vor ihren Füßen. Fast schon zu spät beginnt sie, die Dinge aus einem anderen Blickwinkel zu betrachten.

Regisseurin Anna Margarita Albelo hat mit ihrer Komödie, die zu nicht unwesentlichen Teilen aus autobiografischen Elementen besteht, zahlreiche Preise auf diversen LGBTQ Festivals eingeheimst. Erwähnt sei hier der Publikumspreis als bester Spielfilm auf dem Homochrom Festival 2013. „Wer hat Angst vor Vagina Wolf?“ liefert auch bei uns den entspannten, absurd-komischen Abschluss des Queergestreift Festivals 2015.

Eine Rezension von Felicitas Mackert

Spieltermine: 18.03. 20:00 – Closing Night