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Kaboom - Szenenfoto
Kaboom

Eröffnungsfilm 2012
Freitag, 2. März 21:00
Danach Party im Kula>>

Kaboom
Kaboom
Kaboom

USA, Frankreich 2010; 86 min; Regie & Buch: Gregg Araki; mit: Thomas Dekker, Haley Bennet, Chris Zylka, Juno Temple, u.A.; FSK 16

Englisch mit deutschen Untertiteln

Rezension: Christian Kleinwächter

Während die Filmfestspiele in Berlin und Venedig jeweils schon seit längerem einen Sonderpreis für queere Filme verleihen, wurde die Queer Palm in Cannes erst 2010 aus der Taufe gehoben und ging an Regisseur Gregg Araki für unseren diesjährigen Eröffnungsfilm Kaboom . Doch warum eigentlich?

Der Film würde schnell zusammengefasst erst einmal so aussehen: Smith (Thomas Dekker), ein sexuell offen eingestellter 18-jähriger Student der Filmwissenschaften, schläft sowohl mit Männern als auch mit Frauen, denn auf eine Richtung festlegen möchte er sich vorerst nicht. Mit von der Partie ist seine beste Freundin Stella (Haley Bennett), die sich stärker für Frauen als für Männer interessiert. Die beiden genießen das Leben am College mit den üblichen Problemen. Ein attraktiver neuer Zimmergenosse verdreht Smith den Kopf, Stella hat Schwierigkeiten ein sehr anhängliches One Night Stand loszuwerden. Parties, Drogen und Alkohol führen zu nicht wenigen Techtelmechteln, auch und vor allem untereinander im Freundeskreis.

Queere Thematik trifft also studentisches Coming of Age  - zunächst einmal nichts besonderes. Doch dann beginnt Smith seltsam prophetische Träume zu haben und die Geschichte verdreht sich immer mehr Richtung Mystery: Ein Geheimkult, die nukleare Zerstörung der Welt und Menschen mit Tiermasken spielen fortan eine große Rolle. What the hell?

Kaboom ist vor allem das, was der Filmtitel verspricht: explosiv, laut, verrückt und irgendwie auch bescheuert. Ein bunter Mix aus Comedy, Mystery, Action und mittendrin queere Selbstfindung. Die Farben sind seltsam übersättigt, die Geschichte absolut durchgeknallt, die Charaktere dabei aber als Identifikationsfiguren angenehm jugendlich-normal, beinahe verloren in dem Wahnsinn, der sich dort auf ihrem Campus abspielt.

Der Knall am Ende des großen Finales lädt übrigens dazu ein, gleich dort weiter zu machen, wo der Spaß aufgehört hat: Wir veranstalten natürlich auch dieses Jahr wieder zu Beginn unseres kleinen Festivals eine große Eröffnungsparty und laden dazu alle Feierwütigen herzlich in den Kulturladen ein, die mindestens genauso farbenfroh und spaßig wird!