Pater Adam wird von einer größeren polnischen Stadt in ein kleines abgeschiedenes Dorf versetzt. Dort betreut er männliche, gewalttätige, straffällig gewordene Jugendliche, geht seinen Pflichten als katholischer Pfarrer in der Gemeinde nach und erlangt durch seine vorbildliche Arbeit schnell allgemeines Ansehen.

Spätestens als Adam die Annäherungsversuche Ewas, der Frau eines Mitarbeiters, abweist und seine Reaktion auf homosexuelle Handlungen zu sehen ist, wird deutlich, dass der Pater selbst auch homosexuell ist und versucht dies seit Jahren zu unterdrücken. Als er dem  jungen Außenseiter Lukasz näherkommt, wird es für ihn noch schwieriger sein Begehren zurückzuhalten. Ausgiebiger Alkoholkonsum und lange Joggingausflüge sind Teile seiner scheiternden Verdrängungsversuche.

Im Namen desDas Tabuthema Homosexualität und Katholizismus wird in Im Namen des… auf eine sehr einfühlsame Weise mit pittoresken Bildern ohne voyeuristische Züge präsentiert. Dabei wird zum einen die Problematik des Zölibats konkretisiert, aber zugleich die Haltung der katholischen Kirche gegenüber Homosexualität angesprochen, was nicht nur in Polen, sondern auch in Deutschland ein Thema von absoluter Relevanz ist.

Kein Wunder also, dass der Film bei der Berlinale 2013 mit dem Teddy Award, der besonderen Filmen mit schwul-, lesbischen bzw. transgender-Hintergrund verliehen wird, für den besten Spielfilm ausgezeichnet wurde.

Polen 2013, 96 min, Regie: Malgorzata Szumowska, Polnisch mit deutschen Untertiteln

Do, 10.04. 22:30

So, 13.04. 22:15

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