Transpapa (20:00)

Maren steckt mitten in der Pubertät, als sie erfährt, dass ihr Vater – den sie auf einem Selbstfindungstrip in Nepal wähnt – sich längst gefunden und das Geschlecht gewechselt hat. Heimlich macht sie sich auf den Weg in die spießige Vorstadtidylle Nordrhein-Westfalens, um ihren Vater zu suchen, und findet Sophia, die eigentlich viel lieber ihre Mutter sein würde.

 

Let my people go (22:30)

Ruben und sein Göttergatte Teemu leben ein paradiesisches Märchen im finnischen Dörfchen Oulu, in dem seine Bewohner stets lächeln und schnuckeliger Kuschelsex am Morgen zur Tagesordnung gehört. Die rosarote Idylle mit Seeblick ändert sich schlagartig, als ein Nachbar die Annahme einer Geldsendung verweigert und dabei einem Herzinfarkt erliegt. Als Ruben mit dem Kleinvermögen zu Hause aufschlägt, wird er kurzerhand von seinem misstrauischen Freund vor die Tür gesetzt. Gebrochenen Herzens flieht der Verstoßene ins familiäre Exil nach Paris, wo es alles andere als beschaulich zugeht.

Mit unglaublichem Charme, beißendem Humor und einem umwerfenden Cast (allen voran Almodóvars Göttin Carmen Maura als am Rande des Nervenzusammenbruchs agierende Übermutter) verzaubern, begeistern und feiern Regisseur Mikael Buch und Co-Drehbuchautor Christophe Honoré („Chanson der Liebe“) Rubens haarsträubende Achterbahnfahrt der Gefühle als unvorhersehbares Knallbonbon mit herzerwärmendem Happy End.

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